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Meine Forschungen befassen sich mit öffentlich-rechtlichen Normen, die Bezug zu Umwelt, Gesundheit und Nachhaltigkeit aufweisen. Solche Vorschriften finden sich im Verfassungsrecht sowohl in den Grundrechten (Art. 2 II 1 GG) als auch bei den Staatszielen (Art. 20a GG). Vor allem im Verwaltungsrecht existieren zahlreiche Gesetze, die den Schutz der vorgenannten Güter bezwecken (Bundes-Klimaschutzgesetz, Lieferketten-Gesetz, Naturschutzgesetze etc.). Auch die Europäische Union besitzt umfangreiche Kompetenz in der Umweltpolitik (Art. 191 ff. AEUV) und begrenzte Zuständigkeiten in der öffentlichen Gesundheitspflege (Art. 168 AEUV).

Ferner enthalten zahlreiche Gesetze des besonderen Verwaltungsrechts einzelne Regelungen zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen in der Gesellschaft (BauGB, LBOs, KrWG, GWB etc.). Bei der Anwendung dieser Rechte ist die Verwaltung aufgefordert, dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen. In der Praxis ist jedoch der Aspekt der Nachhaltigkeit mit anderen Prinzipien wie der Wirtschaftlichkeit oder dem Sozialen abzuwägen.

Ausgehend von dem Befund, dass die Nachhaltigkeit beim Verwaltungshandeln nicht den Stellenwert einnimmt, den sie angesichts der Klimakrise haben müsste, ist zu erforschen, welche Gründe zu dieser Situation führen und mit welchen Instrumenten der Nachhaltigkeit bei Verwaltungsentscheidungen mehr Gewicht eingeräumt werden kann.